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hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Wärmedämmung, Dampfbremse, luftdichter Gebäudehülle, Verklebung und richtigem Lüften.
Eine gute Wärmedämmung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn Dämmung und Luftdichtheit richtig zusammenspielen. Besonders bei Dampfbremsfolien sind sorgfältig ausgeführte Anschlüsse, Überlappungen und Durchdringungen wichtig. Bereits kleine Undichtigkeiten können die Funktion der Gebäudehülle beeinträchtigen.
Eine gut geplante Wärmedämmung reduziert den Wärmeverlust eines Gebäudes und kann dadurch zu einem angenehmeren Raumklima und einem geringeren Heizenergiebedarf beitragen. Für eine dauerhaft funktionierende Konstruktion müssen Dämmung, Luftdichtheit und Feuchteschutz aufeinander abgestimmt sein.
Eine luftdichte Gebäudehülle verhindert unkontrollierte Luftströmungen durch die Konstruktion. Undichte Stellen können zu Wärmeverlusten und Feuchteeinträgen führen. Deshalb sollten Anschlüsse, Überlappungen und Durchdringungen sorgfältig ausgeführt werden.
Nicht nur die Auswahl des Dämmstoffs ist entscheidend. Auch Fugen, Anschlüsse, Durchdringungen und die Luftdichtheit der Konstruktion beeinflussen die Funktion des gesamten Aufbaus. Eine sorgfältige Verarbeitung ist deshalb besonders wichtig.
Streng genommen gibt es keine Dampfsperre. Selbst durch meterdicke Betonwände würde das eine oder andere Wasser-Molekül diffundieren. Dampfbremsen haben aber zum Unterschied zu Dampfsperren einen geringen Wasserdampf-Widerstand. Im Gegensatz zur Dampfsperre lässt die Dampfbremse eine geringe Diffusion zu. Als Dampfbremse werden luftdichte Folien mit dampfdiffusionshemmenden Eigenschaften bezeichnet (Sd-Wert 0,5m bis 1500m). Dampfsperren sind praktisch dampfdiffusionsdichte Schichten (Sd-Wert > 1500m). In der Umgangssprache werden oft die raumseitig angebrachten Sperrfolien als Dampfsperren bezeichtnet, während die oberhalb der Dämmung angebrachten Bahnen (Winddichtung) als Dampfbremse bezeichnet werden. Korrekterweise müsste es bei den in der Praxis verwendeten Produkten jedoch immer Dampfbremse heißen.
Ja. Die Luftdichtheitsebene sollte möglichst durchgehend und dauerhaft luftdicht ausgeführt werden. Bereits kleine Löcher, offene Überlappungen oder undichte Anschlüsse können die Funktion der Konstruktion beeinträchtigen und zu Feuchteproblemen beitragen.
Beschädigungen und Leckagen sollten fachgerecht geschlossen werden. Kleinere Beschädigungen können je nach Größe und Produkt beispielsweise mit einem geeigneten Spezialklebeband überklebt werden. Größere Beschädigungen müssen gegebenenfalls durch ein Stück Folie repariert werden.
Die Folie wird quer zu den Sparren angebracht. Bei einer Befestigung mit Tacker sollten die entstandenen Durchdringungen anschließend luftdicht abgeklebt werden. Alternativ kann ein geeignetes doppelseitiges Montageklebeband verwendet werden. Dadurch lässt sich die Folie befestigen, ohne sie durch Tackern zusätzlich zu perforieren.
Bei der Montage von unten nach oben kann die obere Folienbahn über der unteren liegen. Dadurch kann verhindert werden, dass eventuell auftretendes Kondenswasser in ungünstiger Weise hinter die untere Folienbahn gelangt.
Die Übrlappung sollte etwa 10 cm groß sein.
Die Überlappungen der Folienbahnen werden mit Spezialklebebändern wie AlfaFlex oder AlfaPro luftdicht verklebt. Das Klebeband sollte direkt auf der Überlappung liegen. Falten und luftdurchlässige Zwischenräume sind zu vermeiden. Die Naht sollte möglichst in der Mitte des Klebebandes verlaufen, um auf beiden Seiten eine sichere und luftdichte Verklebung zu gewährleisten. Hierbei ist auf ausreichenden Anpressdruck zu achten.
Für Anschlüsse an festen Untergründen wie Mauerwerk werden geeignete Folienkleber wie der Alfa Folienkleber DS 100 eingesetzt. Diese können Unebenheiten des Untergrunds ausgleichen und eine dauerhaft elastische Verbindung ermöglichen.
Ja. Die Luftdichtheit eines Gebäudes kann beispielsweise mit einem sogenannten Blower-Door-Test überprüft werden. Dabei wird im Gebäude ein definierter Unter- bzw. Überdruck erzeugt. So lassen sich vorhandene Leckagen in der Gebäudehülle erkennen und dokumentieren.
Für luft- und winddichte Verklebungen sollten speziell dafür entwickelte Klebebänder verwendet werden. Herkömmliche Pack- oder Haushaltsklebebänder sind nicht für die langfristigen Anforderungen einer Gebäudehülle ausgelegt und können mit der Zeit ihre Klebkraft verlieren.
Beim Wohnen entsteht regelmäßig Feuchtigkeit, beispielsweise durch Atmen, Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen. Durch regelmäßiges Lüften wird feuchte Raumluft nach außen abgeführt und durch trockenere Außenluft ersetzt.
Eine einfache Möglichkeit ist das sogenannte Stoßlüften. Dabei werden die Fenster für kurze Zeit vollständig geöffnet. Noch effektiver kann Querlüften sein, wenn gegenüberliegende Fenster oder Türen geöffnet werden und ein Durchzug entsteht.
Die erforderliche Lüftung hängt unter anderem von der Nutzung und der Anzahl der Personen im Haushalt ab. Jedoch sollte in normal genutzten Wohnungen zwei- bis dreimal täglich kurz durchgelüften. Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto wichtiger ist das Lüften.
Ja. Auch bei feuchtem Wetter kann Lüften sinnvoll sein. Wird kalte Außenluft in den warmen Innenraum geführt, kann sie sich erwärmen und dadurch vergleichsweise viel Feuchtigkeit aufnehmen. Regelmäßiges Lüften hilft deshalb auch im Winter, die Raumluft trocken zu halten.
Gerade in Neubauten kann während der ersten Heizperiode noch zusätzliche Baufeuchte vorhanden sein.Deshalb sollte man vorallem in der ersten Heizsaison besonders regelmäßig lüften.
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